Wo der Bregenzerwald beginnt, von Stuben aus gesehen
Der Bregenzerwald ist eine Talschaft im Norden Vorarlbergs mit 23 Dörfern und rund 32.000 Einwohnern. Er reicht von Alberschwende und Langen bei Bregenz bis hinauf nach Schröcken und Warth. Warth liegt noch oben im Lechtal, Schröcken schon jenseits des Hochtannbergpasses an der Bregenzer Ach.
Von Stuben kommen Sie also von oben in die Region. Die Straße führt über den Flexenpass nach Lech, weiter nach Warth und über den Hochtannbergpass auf 1.676 Metern nach Schröcken. Danach geht es bergab ins Tal der Bregenzer Ach.
Zwei Dinge sollten Sie vor jedem Ausflug wissen. Die Straße zwischen Lech und Warth ist von Ende November bis Anfang Mai gesperrt. Und das Ski-Hotel hat nur im Winter geöffnet, das Chalet Mondschein mit privaten Spa-Suiten dagegen das ganze Jahr.
Im Winter auf Ski von Stuben nach Warth und Schröcken
Warth-Schröcken gehört zu Ski Arlberg. Ihr Skipass gilt dort genauso wie am Albona über Stuben. Im Winter legen Sie den Weg auf Ski zurück, denn die Straße zwischen Lech und Warth ist dann gesperrt.
Von Stuben fahren Sie zur Flexenbahn und über Zürs nach Lech. Dort bringt Sie der Auenfeldjet nach Warth. Diese Bahn verbindet seit dem Winter 2013/14 Lech Zürs mit Warth-Schröcken. Mehr über die Pisten dort lesen Sie unter Lech und Oberlech von Stuben aus.
Wer den ganzen Bogen fahren will, nimmt sich den Run of Fame vor. Die Strecke ist 85 Kilometer lang, sammelt 18.000 Höhenmeter und verbindet Warth, Schröcken, Lech, Zürs, Stuben und St. Anton. Sie können sie in beide Richtungen fahren. Laut Warth-Schröcken brauchen durchschnittliche Skifahrer dafür einen ganzen Tag.
Rechnen Sie den Rückweg großzügig, denn zwischen Warth und Stuben liegen mehrere Bahnen. Welche Lifte gerade laufen, zeigt unsere Seite Arlberg live mit Liftstatus.
Saison und Gelände
Ski Arlberg nennt den 2. Dezember 2026 als Saisonstart. Warth-Schröcken gibt für sein Gebiet den 4. Dezember 2026 bis 11. April 2027 an. Am Steffisalp-Express und am Salober gibt es Übungsgelände für Kinder und Einsteiger. Für das freie Gelände nennt der Tourismusverband rund 200 Kilometer Tiefschneeabfahrten; dort fahren Sie besser mit einem Bergführer. Mehr zu beiden Orten steht auf der Seite Skifahren in Warth-Schröcken.
Im Sommer über den Hochtannbergpass
Ab Anfang Mai ist die Straße zwischen Lech und Warth wieder offen. Dann fahren Sie von Stuben über Flexenpass, Lech und Warth zur Passhöhe und hinunter nach Schröcken. Über den Pass führt die Bregenzerwaldstraße.
Für Rennradfahrer ist das eine bekannte Runde. Vorarlberg Tourismus beschreibt die Tour Au, Schoppernau, Hochtannbergpass, Lech mit 61 Kilometern und 1.338 Höhenmetern. Von Au bis zur Passhöhe geht es durchgehend bergauf.
Ohne eigenes Auto nehmen Sie den Bus. Die Linie 852 fährt von Schoppernau über Schröcken nach Warth. Die Teilstrecke von Warth nach Lech bedient sie 2026 nur vom 30. Mai bis 1. November. In Schoppernau steigen Sie in die Linie 840 nach Bregenz oder die Linie 850 nach Dornbirn um.
Entfernungen ab Stuben im Sommer
| Ziel | Strecke | Fahrzeit ohne Verkehr |
|---|---|---|
| Lech | 11 km | 15 Min. |
| Warth | 18 km | 23 Min. |
| Hochtannbergpass | 23 km | 27 Min. |
| Schröcken | 28 km | 33 Min. |
| Schoppernau | 38 km | 42 Min. |
| Au | 41 km | 47 Min. |
| Mellau | 51 km | 57 Min. |
| Damüls (über Au) | 52 km | 60 Min. |
| Bezau | 55 km | 62 Min. |
| Bregenz (über S16 und A14) | 84 km | 65 Min. |
Die Werte stammen aus einer Routenberechnung auf Basis von OpenStreetMap. Auf Passstraßen mit Radfahrern, Kehren und Fotostopps brauchen Sie mehr Zeit.
Im Winter mit dem Auto in den Bregenzerwald
Solange die Straße zwischen Lech und Warth gesperrt ist, führt der Weg ins Tal der Bregenzer Ach außen herum. Sie fahren von Stuben hinunter nach Langen und auf der S16 Richtung Bludenz.
Danach gibt es zwei Wege. Der erste führt durch das Große Walsertal und über das Faschinajoch nach Damüls und Au. Der zweite führt über die A14 nach Dornbirn und von dort über Egg in den mittleren Bregenzerwald. Welche Straße offen ist, sehen Sie am Morgen beim Verkehrsservice des ÖAMTC.
Fahrzeiten im Winter
| Ziel | Route | Strecke | Fahrzeit ohne Verkehr |
|---|---|---|---|
| Damüls | Bludenz, Faschinajoch | 62 km | 65 Min. |
| Au | Bludenz, Faschinajoch, Damüls | 70 km | 73 Min. |
| Schröcken | Bludenz, Faschinajoch, Au | 83 km | 87 Min. |
| Bezau | A14, Dornbirn, Egg | 95 km | 86 Min. |
Ski Arlberg rät im Winter zu voller Winterausrüstung mit Schneeketten im Auto. Wie Sie selbst nach Stuben kommen, auch mit der Bahn über Langen am Arlberg, lesen Sie unter Anreise nach Stuben.
Schröcken, Schoppernau und Au im hinteren Tal
Schröcken
Schröcken liegt auf 1.269 Metern am Fuß des Hochtannbergpasses. Walser besiedelten das Gebiet um 1300. Die Pfarrkirche brannte 1863 ab und wurde bis 1867 neu gebaut. Im Sommer lohnt mit Kindern der Abenteuerpark. Drei Parcours mit zusammen 42 Stationen führen durch den Wald und über das Wildwasser, Kinder klettern ab sechs Jahren.
Schoppernau
Schoppernau auf 852 Metern ist der Geburtsort des Schriftstellers Franz Michael Felder, der von 1839 bis 1869 lebte. Eine zweiteilige Gondelbahn führt auf den Diedamskopf, im Winter ein Skiberg, im Sommer Ausgangspunkt für Wanderungen. Das Felder Museum gehört zu den Ausflugszielen der Region Au-Schoppernau.
Au
Au liegt auf 800 Metern und ist der Ort der Auer Zunft. Baumeister aus Au, darunter Michael und Franz Beer, prägten den Barock in Süddeutschland, in der Schweiz und im Elsass. Das Barockbaumeister Museum erzählt diese Geschichte seit 2021.
Damüls, Mellau und Bezau
Damüls
Damüls liegt auf 1.430 Metern und ist ein Walserdorf. 2006 erhielt es den Titel „Schneereichstes Dorf der Welt“, mit durchschnittlich 9,30 Metern Neuschnee pro Saison. In der Pfarrkirche St. Nikolaus sehen Sie Fresken einer Armenbibel, die 1950 freigelegt wurden.
Mellau
Mellau liegt auf 688 Metern an der Bregenzer Ach, unter der Kanisfluh. Ihr höchster Punkt, die Holenke, erreicht 2.044 Meter. Von hier fährt die Mellaubahn ins Skigebiet Damüls-Mellau, das seit 2009 verbunden ist. Für Gäste vom Arlberg ist das ein eigenes Gebiet ohne Liftverbindung, mit eigenem Skipass.
Bezau
In Bezau beginnt das Wälderbähnle, eine Museumsbahn auf schmaler Spur. Sie fährt rund 5 Kilometer über Reuthe nach Schwarzenberg, die Fahrt dauert 20 Minuten. Die ursprüngliche Bregenzerwaldbahn verkehrte ab 1902 auf rund 35 Kilometern zwischen Bregenz und Bezau.
Käse, Holz und Handwerk
KäseStrasse Bregenzerwald
Die KäseStrasse ist ein Netzwerk aus Bauern, Sennern, Wirten und Handwerksbetrieben. Im Sommer wird auf den Alpen frische Heumilch direkt zu Käse verarbeitet. Im Käsekeller in Lingenau probieren Sie Käse aus der Region. Die Verkostung buchen Sie vorab online bei der KäseStrasse.
Wer den Käse abends lieber am eigenen Tisch hat: Im Ski-Hotel gibt es jeden Abend ab 18 Uhr Fondue im Bilderzimmer. Mehr dazu finden Sie unter Restaurants und Fondue im Mondschein.
Architektur im Bregenzerwald
Holz prägt die Dörfer. Alte Bauernhäuser stehen neben neuen Bauten, die mit viel Sorgfalt aus Holz errichtet wurden. Das Werkraum Haus in Andelsbuch, entworfen vom Schweizer Architekten Peter Zumthor, zeigt das Handwerk der Region.
Für einen Spaziergang eignet sich der Umgang Bregenzerwald. Er besteht aus 12 Dorfrundgängen, rostfarbene Säulen markieren die Stationen mit Bauten und Gestaltung.
Der Bodensee am Ende der Straße
Wer weiterfährt, kommt nach Bregenz am Bodensee. Von Stuben sind das über die S16 und die A14 rund 84 Kilometer, ganzjährig und ohne Passstraße. Im Juli und August spielen die Bregenzer Festspiele auf der Seebühne, 2027 vom 21. Juli bis 23. August.
Im Sommer lässt sich daraus eine Runde machen. Hin fahren Sie über die Autobahn nach Bregenz, zurück über Egg, Bezau, Au und den Hochtannbergpass nach Stuben. Im Winter fahren Sie von Au über das Faschinajoch oder über Dornbirn zurück.
Ihr Ausgangspunkt in Stuben am Arlberg
Das Mondschein liegt in Stuben, nicht im Bregenzerwald. Für Ausflüge dorthin ist Stuben trotzdem gut gelegen: im Winter über die Pisten nach Warth, im Sommer über zwei Pässe nach Schröcken. Mehr zum Dorf selbst lesen Sie unter Stuben am Arlberg.
Im Winter wohnen Sie im Ski-Hotel Mondschein seit 1739, rund 300 Meter von der Albonabahn. Das Haus öffnet von Dezember bis Mitte April. Zum Haus gehört ein Weinkeller aus dem 17. Jahrhundert.
Im Sommer und rund ums Jahr ist das Chalet Mondschein in Stuben 55 geöffnet. Die privaten Spa-Suiten haben je nach Suite Sauna, Infrarotkabine oder Whirlpool, einige auch einen offenen Kamin. Check-in ist ab 15:00 Uhr.
Foto: Stuben Tourismus