Das Stanzertal am Arlberg: die Dörfer unter St. Anton
Stanzertal nennt man hier das Tal der Rosanna unterhalb von St. Anton am Arlberg, talabwärts Richtung Landeck. St. Anton liegt auf 1.304 Metern direkt am Fluss. Talabwärts folgen Nasserein und St. Jakob, die beide zur Gemeinde St. Anton gehören. Danach kommen Pettneu mit seinem Ortsteil Schnann, Flirsch und ganz unten, am Taleingang, Strengen.
Pettneu mit Schnann, Flirsch und Strengen gehören zur Ferienregion St. Anton am Arlberg, zusammen mit St. Anton und St. Christoph. Ein eigenes Skigebiet hat das Tal nicht. Wer hier wohnt, fährt mit dem kostenlosen Skibus zu den Bahnen von St. Anton und abends zurück ins Dorf.
Talabwärts liegt jedes Dorf etwas tiefer. Pettneu liegt auf 1.228 Metern, Flirsch auf 1.157 Metern, Strengen auf 1.029 Metern. Stuben liegt mit rund 1.400 Metern höher als jeder Ort im Stanzertal und auf der anderen Seite des Arlbergpasses, in Vorarlberg.
Von Stuben ins Stanzertal: Strecken und Fahrzeiten
Die Zeiten in der Tabelle gelten für die Fahrt über den Arlbergpass bei freier Straße, berechnet mit OpenStreetMap. Bei Schneefall und an Anreisetagen brauchen Sie länger.
| Ziel | Gemeinde | Strecke ab Stuben | Fahrzeit rund |
|---|---|---|---|
| St. Anton am Arlberg, Zentrum | St. Anton | 14 km | 15 bis 20 Min. |
| Nasserein | St. Anton | 15 km | 20 Min. |
| St. Jakob am Arlberg | St. Anton | 16 km | 20 Min. |
| Pettneu am Arlberg | Pettneu | 20 km | 25 Min. |
| Schnann | Pettneu | 23 km | 25 bis 30 Min. |
| Flirsch | Flirsch | 25 km | 30 Min. |
| Strengen | Strengen | 31 km | 35 Min. |
Mit dem Auto: über den Pass oder durch den Tunnel
Der kürzeste Weg führt von Stuben über den Arlbergpass nach St. Anton und dann talabwärts. Die zweite Möglichkeit ist die Arlbergschnellstraße S16: von Stuben hinunter nach Langen und durch den Arlbergtunnel. Der rund 16 Kilometer lange Abschnitt zwischen Langen und St. Anton hat eine eigene Streckenmaut, die Sie auch digital kaufen können.
Prüfen Sie im Winter vor der Abfahrt, ob die Passstraße frei ist.
Auf Ski: über die Albonabahn nach St. Anton
Für St. Anton brauchen Sie im Winter kein Auto. Die Albonabahn I ist seit 2023 eine Gondelbahn mit Achterkabinen, ihre Talstation in Stuben liegt auf 1.405 Metern. Vom Ski-Hotel Mondschein 1739 gehen Sie drei bis vier Minuten bis dorthin. Mit zwei Liften sind Sie auf der Seite von St. Christoph und St. Anton.
Pisten hinunter in die Dörfer des Stanzertals gibt es nicht. Dafür fährt im Winter ein Skibus zwischen St. Christoph und Flirsch, mit Halten in St. Anton, St. Jakob, Pettneu und Schnann. Laut Ski Arlberg ist er für Wintersportler kostenlos. Planen Sie den Rückweg nach Stuben vor Liftschluss. Welche Bahnen heute fahren, zeigt unsere Seite Lifte und Pisten live.
Mit Bahn und Bus
Am Bahnhof St. Anton halten Fernzüge Richtung Innsbruck, Wien, Bregenz und Zürich. Vom Bahnhofsvorplatz fährt ein Regionalbus talabwärts über Pettneu, Flirsch und Strengen bis Landeck-Zams. Anders als der Skibus ist er kostenpflichtig. In St. Anton selbst halten die Busse an zwei Knoten: am Terminal West bei Galzig, Rendl und Bahnhof, am Terminal Ost bei der Nassereinbahn.
Für Gäste in Stuben ist Langen am Arlberg der nächste Bahnhof. Unser Shuttle holt Sie nach Voranmeldung in Langen oder in St. Anton ab. Strecken, Ausfahrten und Flughäfen finden Sie unter Anreise nach Stuben. Landen Sie in Innsbruck, steht die Route auf unserer Seite Anreise ab Innsbruck.
Die Dörfer im Stanzertal einzeln
Nasserein und St. Jakob am Arlberg
Nasserein und St. Jakob liegen am östlichen Rand von St. Anton. Hier startet die Nassereinbahn, eine Gondelbahn mit Verbindung Richtung Kapall. In Nasserein endet auch die Rodelstrecke vom Gampen, die Ski Arlberg zu den Höhepunkten eines Winters in St. Anton zählt. Der Skibus hält in St. Jakob.
Pettneu am Arlberg
Pettneu liegt auf 1.228 Metern, rund 25 Autominuten von Stuben. Im Winter hat die Gemeinde zwei Rodelbahnen und zwei Loipen, eine davon als Nachtloipe beim Fußballplatz. Im Sommer führt der Rosannaweg als Spazierweg am Fluss entlang. Zum Aufwärmen nach einem Tag draußen gibt es den Wellnesspark Pettneu.
Schnann
Schnann ist ein Ortsteil von Pettneu. Fünf Gehminuten über dem Ortszentrum beginnt die Schnanner Klamm, die vor wenigen Jahren wieder zugänglich gemacht wurde. Der Weg ist 900 Meter lang, mit 180 Höhenmetern bergauf. Eine eiserne Steiganlage führt an Felswänden, zwei mächtigen Staumauern und Wasserfällen vorbei.
Schnann ist außerdem ein Dorf der Schellenschmiede. Die Schmiede hier lässt sich in Urkunden bis 1694 zurückverfolgen. Kuhschellen für den Almabtrieb werden im Stanzertal bis heute von Hand gemacht, ein Handwerk, das Sie dort kennenlernen können.
Flirsch
Flirsch liegt auf 1.157 Metern, rund 30 Autominuten von Stuben. Im Winter gibt es einen kleinen Skilift mit Skischule, die beleuchtete Naturrodelbahn Flirsch Kohlwald und die 22 Kilometer lange Loipe Stanzertal. Die Arlberg Sennerei ist eine kleine Talsennerei für Tiroler Käse, die Sie besichtigen können.
Eine Viertelstunde zu Fuß über den Mairhofer Weg liegt die Lourdesgrotte. In der Kapelle darüber steht eine lebensgroße Marienstatue des Bildhauers Hans Posch.
Strengen
Strengen liegt am Eingang des Stanzertals auf 1.029 Metern. Über die Rosanna führt eine gedeckte Holzbrücke, rund 250 Jahre alt. Im Winter gibt es die einen Kilometer lange Rodelbahn beim Egger Weiher und viele Skitouren. Im Sommer führt ein Weg zur Dawin Alpe. Bis Lorett kommen Sie mit E-Bike oder Bus, dann geht es steil über einen Forstweg auf über 1.800 Meter.
Skitage im Stanzertal: St. Anton oben, das Tal für ruhige Tage
Die großen Abfahrten liegen über St. Anton. Aus dem Stanzertal fahren Sie mit dem Skibus zu den Bahnen, aus Stuben mit der Albonabahn. Vom Terminal West starten die Galzigbahn und die Rendlbahn, die von 1.310 auf 2.031 Meter führt. Mehr über die Pisten lesen Sie bei Skifahren in St. Anton und auf der Seite über St. Christoph am Arlberg.
Für Gäste aus Stuben sind die Dörfer im Tal ein Ziel für den Nachmittag oder einen Tag ohne Piste. Das passt in eine Skiwoche, wenn die Beine müde sind oder oben Wind und Nebel stehen.
Ein ruhiger Tag im Tal
- Langlauf auf der Loipe Stanzertal, 22 Kilometer
- Nachtloipe beim Fußballplatz in Pettneu
- Rodeln auf der beleuchteten Naturrodelbahn Kohlwald in Flirsch
- Rodeln beim Egger Weiher in Strengen, rund ein Kilometer
- Besuch in der Arlberg Sennerei in Flirsch
- Wellnesspark Pettneu zum Aufwärmen
Am Abend sind Sie zurück in Stuben. In der Alten Gaststube und am Chef's Table essen Sie im Haus. Der Chef's Table erhielt im Falstaff 2026 95 Punkte.
Sommer im Stanzertal: Klamm, Hütten und Rosanna
Im Sommer ist das Stanzertal ein Wandertal. Die Rendlbahn fuhr 2026 vom 13. Juni bis 17. September. Die Ansbacher Hütte der DAV-Sektion Ansbach liegt auf 2.376 Metern. Von Flirsch oder Schnann gehen Sie etwa drei Stunden hinauf, geöffnet ist sie von Anfang Juli bis Ende September.
- Schnanner Klamm: 900 Meter über eine eiserne Steiganlage, Start in Schnann
- Ansbacher Hütte: rund drei Stunden ab Flirsch oder Schnann
- Dawin Alpe: von Strengen auf über 1.800 Meter
- Rosannaweg in Pettneu: flach am Fluss entlang
- Gedeckte Holzbrücke über die Rosanna in Strengen
Wichtig für die Planung: Das Ski-Hotel und das Arlberg Motel sind im Sommer geschlossen. Das Chalet Mondschein mit privaten Spa-Suiten ist das ganze Jahr offen. Von dort fahren Sie über den Pass ins Stanzertal und weiter Richtung Landeck und Paznaun.
Stuben als Ausgangspunkt für das Stanzertal
Suchen Sie ein Dorf mit Loipe und Rodelbahn vor der Tür, sind Pettneu oder Flirsch eine gute Wahl. Stuben passt, wenn Sie morgens ohne Bus am Lift stehen wollen und das Tal trotzdem in einer halben Stunde erreichen.
Das Arlberg Motel in Stuben ist ein Bed & Breakfast gleich neben der Talstation der Albonabahn I. Das Ski-Hotel Mondschein gibt es seit 1739, mit Halbpension, Alter Gaststube, Weinkeller und Bar. Beide Häuser sind von Dezember bis Mitte April offen. Check-in ist ab 15:00 Uhr.
Foto: Stuben Tourismus