Skiurlaub in St. Christoph am Arlberg: der Ort auf einen Blick
St. Christoph gehört zur Gemeinde St. Anton am Arlberg im Bezirk Landeck und damit zu Tirol. Der Ort besteht aus rund 25 Gebäuden: das Hospiz, die Kirche und einige Hotels und Gasthöfe.
Die Passhöhe des Arlbergpasses liegt auf 1.793 Metern an der Grenze zwischen Tirol und Vorarlberg. Stuben liegt auf der Vorarlberger Seite auf rund 1.400 Metern, knapp 400 Meter tiefer. Vom Ski Hotel Mondschein bis in die Ortsmitte von St. Christoph sind es auf der Straße rund 6,4 Kilometer.
Beide Orte gehören zum Skigebiet Ski Arlberg, zusammen mit St. Anton, Zürs, Lech und Warth-Schröcken. Seit dem Winter 2016/17 sind alle Orte am Arlberg auf Ski miteinander verbunden. Für einen Tag in St. Christoph müssen Sie also weder umziehen noch ins Auto steigen.
Mit Ski von Stuben nach St. Christoph
Ihr Skitag beginnt im Dorf an der Albonabahn I. Sie fährt seit dem Winter 2023/24 als Gondelbahn für acht Personen und ersetzt den alten Doppelsessellift.
Der Hinweg über die Alpe Rauz
- Mit der Albonabahn I hinauf zur Mittelstation am Albona.
- Auf der Piste 103 hinunter zur Alpe Rauz, dem Knotenpunkt zwischen Stuben, St. Christoph und Lech Zürs.
- Mit der Valfagehrbahn, einem Sechsersessellift, hinauf ins Skigebiet von St. Anton und St. Christoph.
- Über die Pisten im Gebiet Galzig hinunter nach St. Christoph. Die Abfahrt in den Ort trägt die Nummer 64 und den Namen St. Christoph.
Welche Abfahrten an Ihrem Tag offen sind, zeigt der aktuelle Pistenplan von Ski Arlberg. Den Stand der Lifte am Morgen sehen Sie auf unserer Seite Lifte und Pisten live.
Der Rückweg mit zwei Liften
- Mit der St. Christophbahn aus dem Ort hinauf ins Gebiet Galzig.
- Über die Abfahrt Arlenmähder (76) zur Talstation der Arlenmähderbahn.
- Mit der Arlenmähderbahn hinauf auf 2.331 Meter.
- Auf der Piste 100 Valfagehr hinunter zur Alpe Rauz und weiter auf der Piste 102 Rauztobel bis nach Stuben.
Valfagehr und Rauztobel sind als leichte Pisten eingestuft. Planen Sie den Rückweg trotzdem mit Reserve: Laut den Betriebszeiten der Arlberger Bergbahnen fährt die Arlenmähderbahn bis 16:10 Uhr, die Valfagehrbahn bis 16:20 Uhr.
Für 2026/27 plant Ski Arlberg die Saison vom 2. Dezember 2026 bis zum 18. April 2027. Am Anfang und am Ende kann der Betrieb eingeschränkt sein, und beide Termine können sich mit dem Schnee verschieben.
Lifte direkt in St. Christoph
Im Ort selbst starten fünf Anlagen. Sie fahren nur im Winter und gehören zu den Arlberger Bergbahnen.
| Lift | Art und Baujahr | Höhe | Wofür |
|---|---|---|---|
| St. Christophbahn | Vierersessellift, 1995 | 1.781 bis 2.182 m | hinauf ins Gebiet Galzig, erster Lift auf dem Rückweg nach Stuben |
| Arlenmähderbahn | Sechsersessellift, 2003 | 1.834 bis 2.331 m | Verbindung Richtung Valfagehr, Alpe Rauz und Stuben |
| Maienseelift I und II | Schlepplifte | 1.750 bis 1.857 m | kurze Hänge direkt am Ort |
| Übungslift St. Christoph | Schlepplift | 1.766 bis 1.782 m | erste Schwünge, Mittagspause 12 bis 13 Uhr |
Den Galzig von St. Christoph aus
Die St. Christophbahn ist der direkte Weg vom Ort hinauf ins Gebiet Galzig. Dort treffen Sie auf das Liftnetz von St. Anton. Am Galzig startet die Vallugabahn, die Aussichtsplattform auf der Valluga liegt auf 2.811 Metern.
Von St. Anton kommt die Galzigbahn herauf, eine Funitelbahn für 24 Personen pro Kabine. Wer in Stuben wohnt, braucht sie nicht: Über St. Christoph erreichen Sie den Galzig ohne den Umweg durch St. Anton.
Übungshänge und Skilehrer-Ausbildung
Der Übungslift mit nur 16 Metern Höhenunterschied und die beiden Maienseelifte liegen direkt im Ort. In St. Christoph sitzt auch die Ski Austria Akademie des Österreichischen Skiverbands, vielen noch als Bundessportheim bekannt. Dort werden staatliche Skilehrer und Trainer ausgebildet.
Hospiz und Bruderschaft: Geschichte am Pass
Das Hospiz St. Christoph entstand im 14. Jahrhundert als Schutz für Reisende über den Pass. Als Gründer gilt Heinrich Findelkind aus Kempten, das Jahr wird meist mit 1386 angegeben. Eine Urkunde von Herzog Leopold aus dem Jahr 1385 erlaubte den Bau.
Das Haus lebte zuerst von Spenden. Die Spender stehen, fast immer mit ihrem Wappen, in den Wappenbüchern vom Arlberg. Der Historiker Robert Büchner zählt in den erhaltenen Büchern rund 6.000 Einträge.
Ob Findelkind auch eine Bruderschaft gründete, ist umstritten. Viele Darstellungen nennen 1386 als Gründungsjahr der Bruderschaft St. Christoph. Büchner fand dafür keinen Beleg aus dem Mittelalter. Nach seiner Forschung wurde die Bruderschaft erst in der Barockzeit kirchlich errichtet und 1647 bestätigt.
Heute hat die Bruderschaft St. Christoph ihren Sitz im Hospiz und hilft Menschen in sozialer Not. Neben dem Hospiz steht die Kirche zum heiligen Christophorus, ein geschütztes Denkmal. Im Jänner 1957 brannte das Hospiz bis auf die Grundmauern ab und wurde bald darauf neu errichtet.
Vom Passhaus zur Wiege des Skiclubs
Am 21. September 1884 öffnete der Eisenbahntunnel zwischen Langen und St. Anton, und der Verkehr über den Pass ging stark zurück. Das Land Tirol übernahm das Hospiz. Unter dem Pächter Oswald Trojer wurde es zum Treffpunkt der ersten Skifahrer.
Am 3. Jänner 1901 stiegen sechs Freunde von St. Anton auf Ski zum Hospiz auf und gründeten dort den Ski Club Arlberg. Der Eintrag im Gästebuch ist erhalten. Am 5. und 6. Jänner 1904 folgte das erste öffentliche Rennen des Clubs. Es führte von der Ulmer Hütte über den Arlensattel und den Galzig nach St. Christoph und St. Anton.
Was Stuben mit dem Hospiz verbindet
Auch das Mondschein hat seinen Namen vom Pass. 1739 wird das Haus erstmals als Gasthaus zum Mondschein erwähnt. Im Winter warteten Fuhrleute in der Stube auf den Mond, weil nur sein Licht den Weg über den Arlberg sichtbar machte. Dann zogen sie los, über den Pass Richtung St. Christoph.
Hannes Schneider, der die Arlberg-Technik entwickelte, wurde 1890 in Stuben geboren. Wer heute von Stuben nach St. Christoph fährt, folgt also zwei Spuren: der alten Route der Fuhrleute und der frühen Geschichte des Skisports.
Ohne Ski zwischen Stuben und St. Christoph
Mit dem Auto fahren Sie über die Arlbergpassstraße, die heutige B197. Sie wurde bis 1824 als Kunststraße ausgebaut. Bei Lawinengefahr wird sie zeitweise gesperrt, prüfen Sie im Winter also vor der Fahrt die Straßenlage.
| Vom Ski Hotel Mondschein nach | Straße | Fahrzeit bei freier Straße |
|---|---|---|
| St. Christoph, Ortsmitte | 6,4 km | etwa 7 Minuten |
| Arlbergpass, Passhöhe 1.793 m | 6,1 km | etwa 7 Minuten |
| Alpe Rauz | 3,5 km | etwa 4 Minuten |
| Bahnhof St. Anton am Arlberg | 13 km | etwa 15 Minuten |
Die Werte stammen aus einem Routenplaner auf Basis von OpenStreetMap und gelten ohne Schnee und Verkehr. Im Winter rechnen Sie mit mehr Zeit.
Der Arlberg-Straßentunnel der S16 ist 13,97 Kilometer lang und seit dem 1. Dezember 1978 offen. Er führt unter dem Berg von Langen nach St. Anton. Zwischen Stuben und St. Christoph brauchen Sie ihn nicht. Wer aus Tirol durch den Tunnel anreist, zahlt dafür eine eigene Maut.
Mit der Bahn steigen Sie in Langen am Arlberg aus, rund 4 Kilometer von Stuben. Der Bahnhof St. Anton liegt rund 6,5 Kilometer unterhalb von St. Christoph. Wie Sie am besten zu uns kommen, lesen Sie unter Anreise nach Stuben.
In St. Anton fahren die Skibusse für Wintersportler kostenlos, die Strecke reicht von St. Christoph bis Flirsch. Regionalbusse über den Arlberg kosten eine Fahrkarte. Die aktuellen Fahrpläne veröffentlicht der Verkehrsverbund Tirol.
Nach dem Skitag zurück in Stuben
Die Abfahrt Rauztobel endet im Dorf an der Albonabahn I, von dort gehen Sie zu Fuß ins Haus. Die Alte Gaststube im Ski Hotel Mondschein kocht à la carte von 12 bis 15 Uhr und von 18 bis 21 Uhr. Die Bar öffnet um 16 Uhr.
Der Chef's Table erhielt im Falstaff 2026 95 Punkte. Er hat höchstens acht Plätze und beginnt um 19 Uhr mit einem Aperitif im Weinkeller, am Montag und von Freitag bis Sonntag, nur mit Reservierung. Alle Restaurants und Zeiten finden Sie bei Essen und Trinken im Mondschein.
St. Christoph im Sommer
Im Sommer verbindet der Arlberg Trail Lech, Zürs, Stuben, St. Christoph und St. Anton, auf 52,1 Kilometern in drei Etappen. Die Etappe von St. Anton nach Stuben beginnt mit der Galzigbahn. Ab der Bergstation führt sie über das Maroijoch zur Kaltenberghütte auf 2.089 Metern und am Stubener See vorbei hinunter nach Stuben.
Rechnen Sie für diese Etappe mit gut 16 Kilometern und rund sieben Stunden Gehzeit. Das Ski Hotel und das Arlberg Motel öffnen nur im Winter. Das Chalet Mondschein in Stuben 55 ist das ganze Jahr geöffnet, dort wohnen Sie in privaten Spa-Suiten.
Wohnen in Stuben, Skifahren in St. Christoph
St. Christoph ist klein und liegt hoch oben am Pass. Stuben ist ebenfalls klein, hat aber eine eigene Bahn im Dorf und liegt nahe an der Alpe Rauz. Von hier erreichen Sie St. Christoph und St. Anton ebenso wie Zürs und Lech, ohne das Hotel zu wechseln.
Das Ski Hotel Mondschein liegt an der Hannes Schneider Promenade 9 in Stuben, wenige Gehminuten von der Albonabahn I. Es ist von Dezember bis Mitte April geöffnet. Check-in ist ab 15:00 Uhr, Check-out bis 11:00 Uhr.
Mehr über das Dorf lesen Sie unter Stuben am Arlberg. Für die Pisten weiter östlich lohnt ein Blick auf Skifahren in St. Anton, für die andere Seite des Arlbergs auf Lech von Stuben aus.
Foto: Stuben Tourismus