Wo das moderne Skifahren begann

Die berühmten Ski-Söhne Stubens

Stuben war ein Bergdorf mit rund hundert Seelen. Trotzdem stammen von hier zwei Brüderpaare, die das Skifahren in die Welt trugen: Hannes und Friedrich Schneider, Willi und Emil Walch.

Das Denkmal von Hannes Schneider in Stuben
Historisches Foto von Stuben im Schnee
Hannes Schneider
geboren 1890 in Stuben
Skischule Stuben
1924, Friedrich Schneider
Albonabahn
eröffnet am 13. April 1957
Bronzestatue
seit Dezember 2012 in Stuben
Skifahrer in der Hocke, historisches Sepiafoto

„Pfui Schneider“

1907 holte St. Anton den jungen Hannes Schneider als Skilehrer. Er fuhr breitbeinig und in tiefer Hocke. Bei den österreichischen Meisterschaften am Bödele rief man ihm nach: „Pfui Schneider, wie kann man so hässlich Ski fahren.“ Er blieb dabei, gewann die meisten Rennen und entwickelte aus dem Stemmbogen die Arlbergtechnik. In St. Anton gründete er die erste Skischule Österreichs.

Hannes Schneider in der Luft, von unten fotografiert, historische Aufnahme

Von Tokio bis New Hampshire

Am 31. Jänner 1930 lag ein Telegramm aus Japan bereit. Über Berlin, Moskau und China reiste er nach Tokio, auf Einladung von Prinz Chichibu. Nach dem Anschluss 1938 saß Schneider, ein offener Gegner der Nationalsozialisten, sechs Wochen in Landeck in Haft. 1939 eröffnete er in North Conway, am Mount Cranmore, seine Skischule in Amerika.

Skifahrer tief in der Kurve am Steilhang, historische Aufnahme

Friedrich Schneider

Der Bruder von Hannes gewann die erste Abfahrt des Arlberg-Kandahar-Rennens, das Hannes gegründet hatte. 1924 gründete er die Skischule Stuben, eine der ersten der Welt. 1928 übergab er sie an Albert Walch und leitete, mit einer Unterbrechung durch den Krieg, bis 1969 die Skischule Zürs.

Willi und Emil Walch

Willi Walch fuhr in Skifilmen als namenloser Draufgänger und gewann später in Kitzbühel, Garmisch und Wengen. In der Werkstatt von Hannes Schneider entstand nach seiner Idee die Willi-Walch-Bindung. Sein Bruder Emil, Rennläufer und Hafner, übernahm das Gasthaus zum Mondschein. Sein Kachelofen steht noch in der Alten Gaststube. Emil baute die Albonabahn auf und wurde ihr erster Betriebsleiter.

Ausflugsziele rund um Stuben

Stuben in der blauen Stunde, beleuchtete Häuser unter tiefem SchneeFoto: Stuben Tourismus
Panorama von Stuben im Sommer

Ihr Aufenthalt in Stuben

Schlafen Sie im Haus der Walchs: Ski Hotel Mondschein. Mehr über den Ort unter Stuben am Arlberg.