Das Klostertal: von Bludenz bis an den Arlberg
Das Klostertal zieht sich rund 30 Kilometer von Bludenz nach Osten bis an den Arlberg. Durch das Tal fließt die Alfenz. Sie entsteht oben am Arlberg, wo Rauzbach und Stubenbach zusammenkommen. Im Süden begleitet Sie die Verwallgruppe, im Norden das Lechquellengebirge. Ab Bludenz führt die Silvrettastraße nach Süden ins Montafon.
Politisch teilen sich das Tal die Gemeinden Klösterle, Dalaas und Innerbraz, dazu kommen einige Ortsteile von Bludenz. Stuben ist ein Ortsteil von Klösterle, ebenso Langen und Danöfen. Wer bei uns wohnt, wohnt also im Klostertal, nur eben am obersten Punkt, auf rund 1.400 Metern.
Der Name geht auf das Jahr 1219 zurück. Graf Hugo I. von Montfort schenkte damals die Kapelle St. Marienthal den Johannitern in Feldkirch. Das Hospiz, das dort entstand, und das Dorf daneben hießen bald Klösterle. Später ging der Name auf das ganze Tal über.
Die Orte im Klostertal, von Stuben talauswärts
Die Werte in der Tabelle gelten ab dem Ski-Hotel Mondschein in Stuben. Wir haben sie mit einem Routenplaner auf Basis von OpenStreetMap berechnet, bei freier Straße. Im Winter und bei Schneefall planen Sie mehr Zeit ein.
| Ort | Entfernung | Fahrzeit (Routenplaner) | Gut zu wissen |
|---|---|---|---|
| Langen am Arlberg, Bahnhof | 4,4 km | ca. 6 Min. | Fernzüge, Westportal des Arlbergtunnels |
| Klösterle, Ortsmitte | 6,4 km | ca. 8 Min. | Gemeindeamt, Kirche mit rotem Turm |
| Sonnenkopf, Talstation | 10,4 km | ca. 11 Min. | eigene Ausfahrt an der S16 |
| Wald am Arlberg | 11,1 km | ca. 12 Min. | Klostertal-Museum, Weg zum Spullersee |
| Dalaas | 14,5 km | ca. 17 Min. | Ausgangspunkt zum Formarinsee |
| Braz | 22,5 km | ca. 24 Min. | unteres Klostertal |
| Bludenz, Bahnhof | 30,1 km | ca. 29 Min. | Schnellzughalt am Taleingang |
Langen am Arlberg
Langen ist für viele Gäste der erste Halt im Klostertal. Der Bahnhof liegt auf 1.217 Metern, auf der Vorarlberger Seite des Arlberg-Eisenbahntunnels. Hier halten alle Railjets in Richtung Bregenz und Budapest, dazu einzelne Railjets nach Zürich, vor allem morgens und abends. Ebenfalls in Langen liegt das Westportal des Straßentunnels. Von Langen führt die Arlbergstraße L 197 hinauf nach Stuben.
Klösterle
Klösterle liegt auf rund 1.073 Metern im Talboden. Die Gemeinde zählt 653 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026), Stuben eingerechnet. Schon von der Straße sehen Sie den roten Kirchturm. Die Pfarrkirche zum hl. Johannes dem Täufer hat Clemens Holzmeister von 1974 bis 1976 neu gebaut. Den Turm des Vorgängerbaus von 1609 hat er stehen lassen.
Wald am Arlberg
Wald am Arlberg gehört zur Gemeinde Dalaas und hat 622 Einwohner. Im Ort steht das Klostertal-Museum. Von Wald aus führt der Spullerseeweg über den Bösen Tritt zum Spullersee und zur Ravensburger Hütte. Den alten Bahnhof von Wald gibt es noch, Züge halten dort aber seit Mai 1999 nicht mehr.
Dalaas
Weiter unten liegt Dalaas, der Ortskern auf etwa 835 Metern an der Alfenz. Mit Wald am Arlberg zählt die Gemeinde 1.609 Einwohner. 1796 bekam Dalaas, wie Stuben und Klösterle, eine Poststation an der Route über den Arlberg. Heute starten hier Wanderungen zum Formarinsee und zur Freiburger Hütte.
Braz und Innerbraz
Innerbraz liegt auf 708 Metern und ist die letzte eigene Gemeinde vor Bludenz. In Braz steht die Pfarrkirche zum hl. Nikolaus. Mit dem Zug steigen Sie hier nicht mehr aus: Der Bahnhof Braz hat keinen Personenverkehr, die nächsten Halte sind Bludenz und Langen.
Skigebiet Sonnenkopf im Klostertal
Der Sonnenkopf ist das Skigebiet des Klostertals. Er liegt zwischen Klösterle und Wald am Arlberg, direkt an der S16 mit eigener Ausfahrt. Mit den Liften in Stuben ist er nicht verbunden. Der Skipass von Ski Arlberg gilt aber auch am Sonnenkopf, also derselbe Pass, mit dem Sie in Stuben, in St. Anton und in Lech am Arlberg fahren. Hinunter nach Klösterle kommen Sie mit dem Skibus ab Stuben.
- Seehöhe 1.000 bis 2.300 Meter, über 30 Pistenkilometer
- neun Bahnen und Lifte, darunter die 8er Kabinenbahn Sonnenkopf bis zur Bergstation auf 1.840 Metern
- Doppelsesselbahn Glattingrat bis auf 2.300 Meter, mit Speed-, Buckel- und mittelschwerer Piste
- keine Beschneiungsanlage, gefahren wird auf Naturschnee
- Rodelbahn von der Berg- zur Mittelstation, 2 Kilometer lang
- Schneemannland der Skischule Klostertal für Kinder von 3 bis 5 Jahren
Die Wintersaison 2026/27 am Sonnenkopf läuft laut Betreiber vom 11. Dezember 2026 bis 11. April 2027. Ski Arlberg selbst nennt als Saisonstart den 2. Dezember 2026, anfangs mit möglichem Teilbetrieb. Wer Anfang Dezember anreist, plant den Tag am Sonnenkopf also besser für die zweite Monatshälfte ein.
Der Ausflug passt zu Familien mit kleinen Kindern und zu allen, die gern auf Naturschnee fahren. Wer nicht Ski fährt, nimmt die Gondel hinauf und rodelt zur Mittelstation. Wie es heute am Arlberg aussieht, mit Liften, Schnee und Wetter, zeigt Ihnen unsere Seite Arlberg live.
Anreise ins Klostertal über Langen und die S16
Mit der Bahn bis Langen am Arlberg
Langen ist der nächste Fernverkehrshalt für Stuben. Bis zu unseren Häusern sind es 4,4 Kilometer über die Arlbergstraße. Auf Wunsch holt unser Shuttle Sie am Bahnhof ab. Nennen Sie uns dafür bei der Buchung Ihren Zug und die Ankunftszeit.
Die kleinen Bahnhöfe im Tal, etwa Wald am Arlberg und Braz, haben keinen Personenverkehr mehr. Dafür fährt die Linie 720 des Landbus Klostertal von Bludenz über Braz, Dalaas, Wald, Klösterle und Langen bis Stuben. Den aktuellen Fahrplan finden Sie beim Verkehrsverbund Vorarlberg. Alles zu Zug, Auto, Flughafen und Transfer steht auf unserer Seite Anreise nach Stuben.
Mit dem Auto über die Arlberg Schnellstraße
Aus Deutschland, der Schweiz und vom Bodensee fahren Sie über Lindau und Feldkirch auf die Rheintalautobahn A14. Danach geht es auf der S16 bis zur Ausfahrt Klösterle/Langen. Aus Tirol kommen Sie durch den Arlberg-Straßentunnel und nehmen dieselbe Ausfahrt. Danach sind es wenige Minuten hinauf nach Stuben.
Der Tunnel ist knapp 14 Kilometer lang. Die Strecke zwischen St. Anton und Langen ist eine eigene Mautstrecke, eine Einzelfahrt mit dem Pkw kostet laut ASFINAG 13,00 Euro. Beim Mondschein Chalet parken Sie direkt am Haus.
Mit dem Flugzeug
| Flughafen | Entfernung ins Klostertal |
|---|---|
| Innsbruck | 115 km |
| Zürich | 200 km |
| München | 320 km |
| St. Gallen-Altenrhein, Friedrichshafen | kleinere Flughäfen am Bodensee |
Die Entfernungen nennt Tourismus Klostertal. Von Innsbruck kommen Sie gut mit dem Zug nach Langen, von dort übernimmt unser Shuttle das letzte Stück.
Das Klostertal im Sommer
Im Sommer sind das Ski-Hotel und das Motel geschlossen, das Mondschein Chalet hat das ganze Jahr offen. Damit bleibt Stuben auch in der warmen Jahreszeit ein Ausgangspunkt für das Klostertal. Die Gondel am Sonnenkopf fährt auch im Sommer und erschließt dann ein Wandergebiet über dem Tal. Von der Bergstation können Sie zum Beispiel über das Muttjöchle hinunter nach Dalaas wandern.
- Kaltenberghütte (2.089 m): ab Langen, Stuben oder St. Christoph in zwei bis drei Stunden
- Spullersee (1.826 m) und Ravensburger Hütte (1.948 m): ab Wald am Arlberg rund drei Stunden, bequemer mit dem Wanderbus ab Lech
- Formarinsee (1.793 m) unter der Roten Wand (2.704 m): ab Dalaas in gut drei Stunden
- Freiburger Hütte (1.931 m): ab Dalaas über die Mustrinalpe in rund drei Stunden
- Ulmer Hütte (2.288 m): ab der Alpe Rauz in eineinhalb Stunden
Auf den Alpen wie der Klostner Alpe oder dem Dalaaser Staffel gibt es im Sommer frische Milch, Brettljause und Sura Käs. Im September holen die Bauern aus Dalaas und Wald ihr Vieh von den Alpen, der Alpabtrieb wird am Abend gefeiert.
Wer das Tal zu Fuß kennenlernen will, geht den Arlbergweg. Ab Stuben folgt er der Alfenz. Von Langen aus geht es auf der alten Bahntrasse über die Wäldletobelbrücke nach Klösterle und weiter nach Wald am Arlberg. Für die ganze Etappe von St. Anton bis Dalaas rechnet Tourismus Klostertal mit rund sieben Stunden.
Geschichte am Weg über den Arlberg
Das Klostertal war schon zur Römerzeit ein Durchgangsweg. 1785 wurde die Arlberg-Passstraße durchgehend eröffnet, 1796 kamen Poststationen in Stuben, Klösterle und Dalaas dazu. Das Mondschein in Stuben gibt es seit 1739, also schon vor der durchgehenden Passstraße.
1884 ging die Arlbergbahn in Betrieb. Beim Bau waren bis zu 6.000 Arbeiter beschäftigt, der Eisenbahntunnel zwischen Langen und St. Anton ist über zehn Kilometer lang. Bahnstrom für die Arlbergbahn erzeugt bis heute das Spullerseekraftwerk der ÖBB. Dafür wurde der Spullersee von 1919 bis 1925 aufgestaut.
Am 1. Dezember 1978 wurde der Arlberg-Straßentunnel für den Verkehr freigegeben. Seither führt die S16 zwischen Langen und St. Anton durch den Berg statt über den Pass. Mehr über das Dorf am Pass lesen Sie auf unserer Seite über Stuben am Arlberg.
Hotel Klostertal Arlberg: welches Mondschein-Haus zu Ihnen passt
Arlberg Motel: für Skitage am Albona
Das Arlberg Motel in Stuben liegt gleich neben der Talstation der Albonabahn I. Die Zimmer haben FlyingBeds, das Frühstück ist inklusive, die Ski kommen abends in den Skikeller. Das Motel hat im Winter offen, von Dezember bis Mitte April. Es passt zu Gästen, die früh am Lift sein wollen und den Sonnenkopf an einem Tag mit dem Skibus dazunehmen.
Mondschein Chalet: ganzjährig, mit eigenem Spa
Das Mondschein Chalet mit privaten Spa-Suiten hat sechs Suiten in drei Kategorien, darunter Suiten mit privatem Spa, Sauna und Kamin. Es hat 365 Tage im Jahr offen und ist damit Ihr Haus für Wandertage am Spullersee oder am Formarinsee. Geparkt wird direkt beim Chalet.
Am Abend im Ski-Hotel Mondschein
Nach dem Tag im Tal essen Sie im Winter im Ski-Hotel Mondschein. Zur Wahl stehen die Alte Gaststube mit Kachelofen, à la carte, und der Chef's Table, der mit einem Aperitif im Weinkeller beginnt. Zeiten und Plätze finden Sie unter Restaurants und Chef's Table.
Foto: Stuben Tourismus